Wie man Algen schnell und am besten noch nachhaltig bekämpfen kann hat sich bestimmt jeder Aquarianer gefragt.

Es gibt viele Mittelchen auf dem Markt, manche sind reine Geldverschwendung, andere sind für Welse pures Gift und wieder andere sind eine erstklassige Sofortmaßnahme. Ich habe selbst schon Bekanntschaft mit verschiedenen Algen gemacht und verschiedene Lösungsmöglichkeiten ausprobiert.

Woher kommen Algen:
Zu lange Beleuchtungszeit: Verringerung der Leuchtzeit. Hier sollte von den empfohlenen 10 Stunden Beleuchtungsdauer auf 6-7 Stunden runterreguliert werden. Eine kleine Mittagspause ist auch nicht verkehrt. Das hat zwar wenig Auswirkung auf die Pflanzen jedoch hat man mehr von dem Aquarium am Abend wenn man mittags eh arbeiten ist.
Überdüngung: Düngen sollte man in der Zeit auch einstellen oder zumindest verringern. Oft ist eine Überdüngung das Problem. Gerade mit den Breitbanddüngern, in dem alle möglichen Spurenelemente enthalten sind gibt es oft Probleme. Man sollte beim Düngen nur ganz gezielt düngen.
Sonnenlicht: Das Aquarium steht bei vielen so, dass die Sonne drauf scheinen kann. Dies sollte eigentlich überhaupt nicht sein und fördert das Algenwachstum enorm.
Neonröhre zu alt: Ist die Neonröhre älter als ein Jahr sollte man diese sofort tauschen. Das Farbspektrum verschiebt sich nach einem Jahr.
Falsche Neonröhre: Bei einer normalen 5€ Röhre aus dem Baumarkt sollte man auf eine geeignete Aquariumleuchte zurückgreifen. Die meisten Pflanzen sind Tropenpflanzen und können sich auch nur in einem gewissen Licht gut entwickeln, dies gilt es nachzubauen.
Zu wenig Bepflanzung: Bei zu wenigen Pflanzen kann es vorkommen, dass die Nährstoffe nicht schnell genug aufgenommen werden. Bei einem “Gesunden” Aquarium sollten bis zu 70% der Grundfläche bepflanzt sein.

Manuelle Reinigung:
Eine der verbreiteten Möglichkeiten ist die Maschinelle/Manuelle Reinigung. Dabei werden betroffene Steine abgekocht und Pflanzen wenn möglich mit einer feinen Bürste gereinigt. Dies ist nicht nur sehr aufwendig und für Pflanzen schlecht, sondern auch nicht wirklich effektiv.

Algenmittel:
Der chemische Breitbandkiller ist die einfachste Methode. Leider sind viele Mittel wie erwähnt Geldverschwendung oder schädlich für Tiere.
Jedoch gibt es hier eine Ausnahme. Die einigsten Mittel wovon ich überzeugt bin sind die 2 Algen Preperate von EasyLife. Hier wird zwischen Blaualgen (Blue Exit) und Grünalgen (AlgExit) unterschieden. Es ist also kein Breitband-Killer sondern wirkt ganz gezielt. Am Ende der Seite sind die Produkte nochmals aufgelistet.

Pflanzen gegen Algen:
Schnellwachsende Pflanzen können die Algen verdrängen. Hierzu eignen sich besonders Schwimmpflanzen, die dank den “Luftwurzeln” die Nährstoffe schnell aus dem Wasser aufnehmen können. Am ende der Seite gibt es einen Link zu solchen Pflanzen.

Fische gegen Algen:
Oft werden auch spezielle Fische für den Algenabbau verkauft. Meist Siamesische Rüsselbarben. Diese Barben fressen zwar Algen, aber nur wenn die Fische noch klein sind. Später dann nicht mehr.
Ich selbst habe Netz-Pinselalgenfresser (Crossocheilus reticulatus). Diese können jedoch bis zu 15cm groß werden und sind für kleine Aquarien ungeeignet. Das schöne an den Fischen ist, dass sie nachhaltig ein Algenkiller sind. Außerdem sind die 15cm großen Fische ein richtiger Blickfang, wenn sie sich auf großen Blättern ausruhen. Eine Schnelle Lösung ist dies jedoch nicht, es kann mehrere Wochen/Monate gehen bis alle Algen weck sind. Aber es ist neben den Garnelen eine schonende Lösung des Problems

Garnelen gegen Algen:
Viele Garnelenarten fressen Algen. Aber die besten Algengarnelen sind die Amano Garnelen. Diese wurden nach dem Gründer von ADA (Takeshi Amano) benannt. DIe aus Japan stammende Art ist die ultimative Waffe gegen Algen und passt in fast jedes Aquarium. Die Garnelenart ist sehr friedlich und kommt bei mir auch mit den kleineren Red-Fire Garnelen gut aus. Sie können bis zu 5cm groß werden und bis zu 6 Jahre alt. Oft werden jedoch im Handel oder von Privatleuten Glasgarnelen als Amano Garnelen verkauft. Die Amano Garnelen brauchen zur vermehrung Salzwasser, besser gesagt die frisch geschlüpften Baby Garnelen brauchen Salzwasser. Es ist daher nicht so einfach diese Garnelen nachzuziehen und sehr lohnend einfach Glasgarnelen als Amano zu verkaufen, da man den Unterschied schnell übersieht.
Wie auch die Fische sind die Garnelen keine schnelle Lösung, aber mein absoluter Favorit um auch langfristig das Algenproblem in den Griff zu bekommen.

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